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DIN EN ISO 3651-2  Nachweis der Beständigkeit nichtrostender Stähle gegen interkristalline Korrosion

DIN EN ISO 3651-2 Nachweis der Beständigkeit nichtrostender Stähle gegen interkristalline Korrosion

Eine der am häufigst verwendeten Korrosionprüfungen ist der Kochversuch in schwefelsäurehaltigen Medien. Ursprünglich benannt als Strauß-Test, weiterführend genormt in der DIN 50914 und aktuell festgelegt in der DIN EN ISO 3651-2 Verf A . Im amerikanischen Standard entspricht dieses ASTM E 262 Pract. E.

Insgesamt beinhaltet die DIN EN ISO 3651-2 drei verschiedene Verfahren (A,B,C) welche sich je nach Legierungsgrad in der Zusammensetzung der Prüflösung unterscheiden.

Anwendungsbereiche finden sich hier für Grundwerkstoff sowie Schweißgut (incl. der Wärmeeinflußzone !)

Zur Prüfung werden die Proben entsprechend den Abmessungsvorgaben der Norm ausgearbeitet, als auch vorbereitet (geschliffen bzw. gebeizt und entfettet).  Es erfolgt das Einsetzen des Prüflings in der schwefelsäurehaltigen Prüflösung, welche nun für mind. 20h auf Siedetemperatur gebracht wird.

Nach Entnahme wird der Prüfling wiederum gereinigt und anschließend einem Biegeversuch unterworfen.

Die Auswertung und Beurteilung unter einem Stereo-Mikroskop bei 10-20-facher Vergrößerung gestaltet sich dann recht simpel :

Sind keine Risse auf der Oberfläche ersichtlich, gilt die Probe als „Beständig gegen interkristalline Korrosion“ .

 

Das Titelbild zeigt ein Paradebeispiel einer Probe welche als „nicht beständig“ bewertet wurde.

Treten nur vereinzelte Risse auf, oder bricht die Probe nach dem Biegeversuch komplett durch, sollte der Prüfer sehr genau abwägen, ob es sich hier um interkristalline Korrosion handelt. Eine Blindprobe kann hier weiteren Aufschluß geben.